Veröffentlicht: Vom Mobben, lernen, sich bilden

Jetzt ist es raus. Fast ein Jahr ist es her, dass ich von diesem Projekt erstmals hörte. Nun halte ich ein paar Exemplare eines Buches in der Hand, an dem ich mitgewirkt habe. Ein gutes Gefühl.

Genau genommen hörte ich im Juli 2012
das erste Mal von dem Projekt. Der chiliverlag suchte in einer
Ausschreibung nach Geschichten über modernes Mobbing. Eine
Geschichte hatte ich gleich im Kopf. Ob es meine Eigene ist, möge
man sich fragen. Doch so einfach ist die Frage nicht zu beantworten.
Man lebt, erlebt und durchlebt Situationen in seinem Leben, und wenn
man sich dann wieder an sie erinnert, sind es nur Bruchstücke, die
sich akkurat wiedergeben ließen. Insbesondere wenn es um negative
Erfahrungen geht, dann ist das Hirn gut darin, zu verdrängen, zu
verändern, zu begradigen und manchmal auch zu verschlimmern. So
entstand also eine Geschichte, die zwar von realen Ereignissen
beeinflusst aber keineswegs diktiert ist.

Die Geschichte entstand schnell,
zunächst in meinem Kopf, dann feinsäuberlich getippt, korrigiert
und abgeschickt. Ab dann verlief das Thema erst mal im Sande. Lange
Zeit hörte ich nichts mehr davon. Bis es dann plötzlich hieß, dass
aus zwei Projekten eins würde und alles ganz schnell ging.

Schließlich entstand ein Buch, nicht
nur übers Mobbing, sondern auch übers Lernen und sich Bilden –
Themen, die ohnehin immer aktuell sind.

Es liegt nun vor mir, enthält Gedichte
und Geschichten von vielen weiteren Personen außer mir, das Bild
eines betrübt drein blickenden Jungen ist darauf abgebildet, eine
Chili-Schote gibt Aufschluss über dem Verlag. Gut ist es geworden.
Ein wenig Stolz lässt sich nicht verhehlen – wie der eines Vaters,
der sein Kind in die freie Welt hat ziehen lassen. Auch und vor allem
deshalb, weil die Geschichten, Gedichte und Fotos der anderen
beteiligten Autoren, einen guten Rahmen bilden.
Weil alles in
diesem Buch ein wichtiger Beitrag dazu ist, die negativen Seiten
unserer Gesellschaft und unseres Bildungssystems aufzuzeigen. Weil
alles darin – ob es nun im Einzelfall erfunden ist oder nicht –
so jeden Tag stattfinden könnte und stattfindet.

Über das Buch:

51dMxT65tnL._SL500_AA300_.jpgWer kann besser aus dem Nähkästchen plaudern, als Betroffene selbst?
Wie frühes Aufstehen zum Tod führen kann, langes Liegenbleiben aber
auch, wie man in einer Lateinstunde am Lehrerexempel Menschenkenntnis
erwirbt, was Mathe und Kugelstoßen gemeinsam haben, wie man immer wieder
vor verschlossene Türen rennt und was alles durch die moderne Form der
üblen Nachrede passieren kann: Schüler, Studenten, Eltern, ein
ehemaliger Schulleiter, Lehrer, ein Theologe u.v.m. erzählen und dichten
rund um das Thema Schule, Bildung, Mobbing.

U.a. mit Texten des ehemaligen Schulleiters Peter
Borjans-Heuser, des ehemaligen Lehrers Klaus H. Sindern, des Theologen
Frank Stückemann, des Lyrikers Thomas Rackwitz sowie vieler Schüler und Studenten. Mit vielen Fotos von Yves Drube.

Veröffentlichung im Februar 2013 im chiliverlag
ISBN: 978-3943292046

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