Kaltduscher – Von Frauen und Bier

Frauen und Bier: Das sind zentrale Themen eines Mannes. Klar, dass diese Themen auch in einer Männer-WG nicht zu kurz kommen. Das allein kann schon für genug Chaos sorgen. Wenn dann noch ein durchgeknallter Vermieter, ein Stasi-Opa und russische Schläger dazu kommen, ist das Chaos perfekt.


Zum Inhalt
Oliver Krachowitzer, Krach genannt, wohnt in einer Männer-WG, wie sie im Buche steht. Seine Mitbewohner und er leben mehr oder weniger in den Tag hinein und plagen sich doch mit den ein oder anderen Sorgen rum: die Entwicklung ihrer Band, der scheinbare Erfolg ihres neuen Mitbewohners bei Frauen, Bier und natürlich Frauen an sich. So ist Krach zum Beispiel verknallt in die Ex eines Mitbewohners. Was ja schon an sich eine schwierige Situation ist. Das ihr Vermieter die WG aus dem Haus ekeln will und dazu zu allen Mitteln greift und dass Krach ausgerechnet mit der besten Freundin seiner Angebeteten (die auf Sex in Umkleidekabinen steht) eine Affäre beginnt, macht es natürlich nicht besser.
Zu allem Überfluss soll sich noch rausstellen, dass im Haus ein alter Stasi-Opa sein Unwesen treibt, die Männer-WG abhört und akribisch Buch führt.
Meine Meinung
Das Buch ist aus der Perspektive von Krach selbst geschrieben. Krach ist einem in seiner Art einfach schnell sympathisch. Natürlich umso mehr, wenn man schon ein Buch mit diesem Protagonisten gelesen hat. Auch in die anderen Charaktere kann man sich gut reinversetzen, obwohl sie manchmal etwas überzeichnet sind. Und so schafft es das Buch eine Situation zu illustrieren, die zwar alles in allem etwas übertrieben wirkt, aber irgendwie ja auch doch so sein könnte.
Jedoch möchte man wissen, wie es den Charakteren wohl ergehen, wie ihnen das Schicksal mitspielen wird. Und damit schafft das Buch Spannung.

Der Autor will mit dem Buch aber vorallem unterhalten, was er mit einer Vielzahl witziger Stellen auch schafft. Da kommt es dann schon mal vor, dass man etwas verwunderte Blicke von seiner Freundin erntet, weil man plötzlich laut lacht. Für mich war eine Stelle ein persönliches Highlight: Dort, wo Krach auf einem Notizzettel alle möglichen Interpretationen von „Es war nur was Sexuelles“ nachdenkt.
Letztlich bleibt das Buch jedoch irgendwie hinter meinen Erwartungen zurück. Vielleicht, weil ich zuvor den Nachfolger gelesen habe, und der es mir einfach sehr angetan hat.
Insgesamt ist das Buch aber unterhaltsam und lesenswert und ich habe Lust auf mehr. Vielleicht muss ich jetzt doch noch die anderen Bücher von Matthias Sachau lesen 😉

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