Wie die Feuerseelen das betrunkene Haus rockten

Fast nackte Frauen die auf den Tischen tanzen, mit nichts weiter bekleidet als einem offenem roten Mantel. Das hatte der Abend mit Feuerseele im betrunkenen Haus leider nicht zu bieten. Trotzdem lohnte sich der gestrige Abend, als die Band Feuerseele in Konzert im blauen Haus gab.

Wer Feuerseele nicht kennt, braucht sich noch nicht zu grämen, sollte sich aber dringend mit ihr beschäftigen. Jedenfalls, wenn man auf Bands wie Schandmaul, Nachtgeschrei oder Schelmish steht – Mittelalter-Rock eben. Noch stehen die Jungs am Anfang aber da ist reichlich Potential vorhanden. Und immerhin stehen sie schon bald im Studio um ihr Debüt-Album aufzunehmen.

Der Laden in dem das ganze stattfand könnte man als kuschelig bezeichnen, ist er doch kaum größer als der begehbare Kleiderschrank der heutigen Frau von Welt. Die Akustik darin als grenzwertig zu beschreiben, wäre vermutlich optimistisch (am Ende des kleinen Raumes war der Sänger fast nicht mehr zu verstehen) aber direkt vor der Bühne war es in Ordnung und wo will man bei einem Rock-Konzert auch sonst stehen?

Letztlich ist es ja auch die Performance der Band, die über einen lohnenden oder weniger lohnenswerten Abend entscheidet. Hier gab es nichts zu meckern.
Die Setlist kann man wohl als Experiment bezeichnen. Es wurden hauptsächlich Tracks vom kommenden Debüt-Album performed, um zu testen wie es ankommt. Da waren ein paar Lieder dabei, die ich noch nicht kannte
und was soll ich sagen: Kann was!
Die Highlights des Abends waren (für mich) eine leicht veränderte Form von Hetzjagd, in der es „Ho Ho Ho“ statt „Hey Hey Hey“ hieß, und ein kurzes Wunschkonzert, als die Band auf mein scherzhaftes Zurufen „Fangt doch einfach zu Covern an“ (gegen Ende der Setlist) mal eben „Schrei nach Liebe“ performte.
Ansonsten: Nichts zu meckern, der Auftritt hat gerocked und ich wünsche den Jungs Glück, dass sich nach den Studio-Aufnahmen nächstes Jahr ein Label findet.
Ich empfehle mal im Youtube-Kanal der Band vorbei zu schauen.

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