Tschüß 2011! Hallo 2012!

Es ist wieder einmal so weit. Das laufende Jahr hat nur noch wenige Stunden und das ist traditionell ein Zeitpunkt an dem man sich Gedanken macht über das was war, was wird und welche Vorsätze man fürs neue Jahr fasst. Nach vielen sehr unterschiedlichen Jahren, die teils sehr durchwachsen, teils positiv, teils eher negativ waren, mache ich mir gegen Jahresende immer Gedanken, ob das Jahr eher positiv oder eher negativ war. Nun war das Jahr 2011 sehr durchwachsen, mit vielen Aufregern, von denen Guttenberg sicherlich nur einer war. Doch darum geht es bei meiner persönlichen Jahresbilanz nicht.

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Lego macht Kinder froh und Erwachsene ebenso..

IMG_20111228_142155.jpgGerade vor kurzem habe ich wieder meine Freude an Lego gefunden, dank meiner Freundin und ihrer Mutter, die mich zu Nikolaus und Weihnachten mit Lego Technic Bausätzen beglückten.
Dabei fühlt man sich als Erwachsener irgendwie immer ein wenig komisch, wenn man in einem Spielwarenladen vor der Abteilung mit dem Lego steht, mit Altersempfehlungen die bis maximal 16 gehen und sich denkt: Ich bin ja nur 10 Jahre drüber, Spaß hätte ich daran aber schon.

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Wie die Feuerseelen das betrunkene Haus rockten

Fast nackte Frauen die auf den Tischen tanzen, mit nichts weiter bekleidet als einem offenem roten Mantel. Das hatte der Abend mit Feuerseele im betrunkenen Haus leider nicht zu bieten. Trotzdem lohnte sich der gestrige Abend, als die Band Feuerseele in Konzert im blauen Haus gab.

Wer Feuerseele nicht kennt, braucht sich noch nicht zu grämen, sollte sich aber dringend mit ihr beschäftigen. Jedenfalls, wenn man auf Bands wie Schandmaul, Nachtgeschrei oder Schelmish steht – Mittelalter-Rock eben. Noch stehen die Jungs am Anfang aber da ist reichlich Potential vorhanden. Und immerhin stehen sie schon bald im Studio um ihr Debüt-Album aufzunehmen.

Der Laden in dem das ganze stattfand könnte man als kuschelig bezeichnen, ist er doch kaum größer als der begehbare Kleiderschrank der heutigen Frau von Welt. Die Akustik darin als grenzwertig zu beschreiben, wäre vermutlich optimistisch (am Ende des kleinen Raumes war der Sänger fast nicht mehr zu verstehen) aber direkt vor der Bühne war es in Ordnung und wo will man bei einem Rock-Konzert auch sonst stehen?

Letztlich ist es ja auch die Performance der Band, die über einen lohnenden oder weniger lohnenswerten Abend entscheidet. Hier gab es nichts zu meckern.
Die Setlist kann man wohl als Experiment bezeichnen. Es wurden hauptsächlich Tracks vom kommenden Debüt-Album performed, um zu testen wie es ankommt. Da waren ein paar Lieder dabei, die ich noch nicht kannte
und was soll ich sagen: Kann was!
Die Highlights des Abends waren (für mich) eine leicht veränderte Form von Hetzjagd, in der es „Ho Ho Ho“ statt „Hey Hey Hey“ hieß, und ein kurzes Wunschkonzert, als die Band auf mein scherzhaftes Zurufen „Fangt doch einfach zu Covern an“ (gegen Ende der Setlist) mal eben „Schrei nach Liebe“ performte.
Ansonsten: Nichts zu meckern, der Auftritt hat gerocked und ich wünsche den Jungs Glück, dass sich nach den Studio-Aufnahmen nächstes Jahr ein Label findet.
Ich empfehle mal im Youtube-Kanal der Band vorbei zu schauen.

Und dann stand da die alte Frau mit der Schrotflinte

Auf der Suche nach Lesestoff für meinen Kindle, sah ich mich erst mal bei den 99ct Büchern im Kindle-Shop um. Dort fand ich eine Horror-Story, die eigentlich eine Abhandlung über Allegorien hätte werden sollen. Und dann stand da auf einmal die alte Frau mit der Schrotflinte…

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„Mit eBooks lässt sich kein Geld verdienen“

Bei Spreeblick wurde vor kurzem ein Experiment gestartet. Und zwar haben die Macher von Spreeblick, Johnny Häusler und sein Team, 15 Geschichten des Spreeblick-Blog genommen und zu einem eBook verpackt, das sie bei Amazon über das Kindle Direct Publishing (und später auch über iTunes) zum Verkauf anbieten. Das ganze hat auch einen gewissen experimentellen Charakter, denn Johnny möchte mit dem ganzen herausfinden, ob die Aussagen der klassischen Verlage richtig sind und ob „auf den Wecker gehen“ über die verschiedenen Social Media zum Gesamtumsatz beiträgt oder eher nicht.

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Amazon Kindle: Revolution – oder nicht?

Amazon timlant nicht viel weniger als eine Revolution, könnte man meinen. Eine Revolution an deren Ende womöglich kein Baum mehr gefällt werden muss, um mein Lesebedürfnis zu befriedigen. Immerhin ist der Amazon Kindle in diesem Jahr schon in der vierten Generation erschienen. Doch bislang verschließt sich eine Gruppe von Menschen noch dem Fortschritt, weil sie die haptischen Reize eines Buches und die Optik eines vollen Bücherregals einfach zu sehr mögen.
Ich gehöre dazu und trotzdem muss ich zugeben, dass mich der Kindle überrascht hat.

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Rache ist süss

Kinder können grausam sein.
In meiner Schulzeit kannte ich die Bedeutung dieser Worte ganz genau. Denn auch, wenn sich das Klima an den Schulen heutzutage noch verschlechtert haben soll, so gab es auch zu meiner Schulzeit schon einzelne Personen, denen die zweifelhafte Ehre zu Teil wurde, das Mobbing-Opfer seiner Mitschüler zu werden. Ich hatte die Dynamik, die bei sowas entsteht, schon früh bei anderen Mitschülern gesehen, war selbst sicherlich auch kein Unschuldslamm, aber irgendwann geriet ich selbst in diese Rolle.

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Die Leute können lesen!

Fünfzehn Prozent auf alles! Für die meisten Menschen war das wie das Paradies, zumal so kurz vor der Weihnachtszeit.
Aber uns kam es vor, als gäbe es ein großes Geheimnis und niemand hätte uns Bescheid gesagt.

Es war vor wenigen Tagen, als wir bei HIT einkaufen wollten. Zunächst mal hatten wir keinen Parkplatz gefunden. Nach ein paar Runden über den Parkplatz

wurde dann doch einer frei. Wir steuerten darauf zu, merkten aber schnell, icht die einzigen zu sein, die den gesehen hatten.
Dann gaben wir entnervt unsere Korrektheit auf und belegten den Mutter-/Kind-Parkplatz daneben, der die ganze Zeit frei geblieben war.
Etwas verdutzt waren wir dann schon, als aus dem Auto, das uns gerade den Parkplatz weggeschnappt hatte, eine kleine Familie – Mutter, Vater, Kind – ausstieg.
Im Laden war es brechend voll. Doch wir dachten uns nichts dabei, denn in den letzten Wochen war es einfach unmöglich eine geeignete Zeit zu finden, zu der man einkaufen kann.
Wir brauchten nicht viel und so huschten wir durch den Laden, griffen in der Tiefkühlabteilung beherzt nach zwei Flammkuchen, sahen noch kurz bei den Büroartikeln vorbei und begaben
uns dann zur Kasse.

Dort erwartete uns eine Überraschung: Alle Kassen waren offen.

Einen kurzen Moment fragte ich mich, ob heute der Tag gekommen wäre, an dem Weihnachten, Ostern und Neujahr zusammen gefallen waren. Denn bislang war ich der Auffassung auferlegen, der Tag, an dem bei HIT mal mehr als drei Kassen offen sind, müsste eben dieser sein.
Allerdings waren an jeder einzelnen Kasse Schlangen, die ein wenig an Aldi erinnerten, wenn es dort wieder mal das Mega-PC-Schnäppchen gab.
Sprich: Man stapelte sich fast.

Normalerweise würde der erfahrene HIT-Kunde bei langen Schlangen Ausschau nach den anderen Kassen halten, um anhand der Kassiererin und Länge der Schlange zu ermitteln, wo die strategisch sinnvollste Stelle wäre, um sich anzustellen. In diesem Fall erübrigte sich das aber. Die Leute standen alle mindestens bis zum Waschmittel-Regal, was bedeutet: Hier nicht anstellen.
Also einfach die erst beste Schlange nehmen und wundern.

Schließlich wird es Zeit unsere Verwirrung aufzulösen, also halb genervt, halb jovial und relativ laut die Frage in den Raum gestelllt: „Was ist hier los? Gibts hier was umsonst oder wie?“
Vor uns steht ein Paar mittleren Alters, er Blaumann, sie irgendwas Anderes. Er dreht sich zu uns rum und sagt:

„Die Leute können lesen! Hier gibts heute 15% auf alles außer den Rewe- und Ja-Artikeln. Und nur ab 19 Uhr, aber wir haben ja jetzt auch schon 19:30 Uhr.“
In dem Moment tausche ich ein Fragezeichen gegen ein Anderes. Denn nun frage ich mich nicht mehr, was hier los ist, sondern wo das angekündigt wurde.
Und ich überlege, ob wir nicht noch schnell ein paar Artikel erwerben sollten, die wir sowieso die nächsten Tage gekauft hätten und an denen wir jetzt ein wenig sparen könnten.
Machen wir natürlich auch, aber jetzt noch mal durch den Laden laufen und Großeinkauf? Nee, keine Lust. Also nur im Kleinen sparen.

Während wir dann noch so an der Kasse stehen, abwechselnd mal ich und und mal meine Freundin verschwinden um noch einen Sechser Wasser und ein paar Büroartikel zu holen, die wir eigentlich erst in den nächsten Tagen holen wollten, sagt der Blaumann vor mir immer wieder: „Die Leute können Lesen!“
Ich fange an mir zu überlegen, ob ich mir verschaukelt vorkommen soll oder doch lieber Mitleid mit dem Mann haben soll, der aufgrund der Rabattaktion offensichtlich seinen Verstand verloren zu haben scheint. Aber eigentlich frage ich mich viel mehr, ob das mit dem Rabatt eigentlich auch auf Zigaretten gilt.
„Nee, dürfen wir nicht, ist ja ein Einheitspreis, sonst wär das bei uns ja günstiger“, klärt mich die Kassiererin auf, als wir an der Reihe sind.

Auf dem Weg zum Auto betrachte ich dann den Kassenzettel und stelle zufrieden fest, dass wir knapp 5 Euro gespart haben. Dann sehen wir ein Schild, dass auf die Aktion hinweist. Warum war uns das die Tage zuvor entgangen? Stand das gestern schon da?
Darauf steht, dass der Laden an diesem Tag ausnahmsweise bis 22 Uhr offen hätte. Wir spielen mit dem Gedanken, doch noch mal Großeinkauf zu machen.
Aber dann wird uns klar, dass wir großteils die Artikel kaufen, die ohnehin nicht rabattiert sind, und so fahren wir einfach nach Hause.