Dezember 2011 Archives

31.12.11

Tschüß 2011! Hallo 2012!

Es ist wieder einmal so weit. Das laufende Jahr hat nur noch wenige Stunden und das ist traditionell ein Zeitpunkt an dem man sich Gedanken macht über das was war, was wird und welche Vorsätze man fürs neue Jahr fasst. Nach vielen sehr unterschiedlichen Jahren, die teils sehr durchwachsen, teils positiv, teils eher negativ waren, mache ich mir gegen Jahresende immer Gedanken, ob das Jahr eher positiv oder eher negativ war. Nun war das Jahr 2011 sehr durchwachsen, mit vielen Aufregern, von denen Guttenberg sicherlich nur einer war. Doch darum geht es bei meiner persönlichen Jahresbilanz nicht.


Mehr....

30.12.11

Lego macht Kinder froh und Erwachsene ebenso..

IMG_20111228_142155.jpgGerade vor kurzem habe ich wieder meine Freude an Lego gefunden, dank meiner Freundin und ihrer Mutter, die mich zu Nikolaus und Weihnachten mit Lego Technic Bausätzen beglückten.
Dabei fühlt man sich als Erwachsener irgendwie immer ein wenig komisch, wenn man in einem Spielwarenladen vor der Abteilung mit dem Lego steht, mit Altersempfehlungen die bis maximal 16 gehen und sich denkt: Ich bin ja nur 10 Jahre drüber, Spaß hätte ich daran aber schon.

Mehr....

25.12.11

Kindle-Besitzer aufgepasst: Gratis Bücher!

Nur mal schnell notiert: Bei Amazon läuft seit heute bis zum 6.1.2012 eine Aktion: Jeden Tag gibt es ein gratis Buch für den Kindle.
Heute sind es direkt mal 5 Bücher auf einen Schlag. Das ein oder andere Interessante ist sicherlich dabei.

Also hier klicken.

24.12.11

Wie die Feuerseelen das betrunkene Haus rockten

Fast nackte Frauen die auf den Tischen tanzen, mit nichts weiter bekleidet als einem offenem roten Mantel. Das hatte der Abend mit Feuerseele im betrunkenen Haus leider nicht zu bieten. Trotzdem lohnte sich der gestrige Abend, als die Band Feuerseele in Konzert im blauen Haus gab.

Wer Feuerseele nicht kennt, braucht sich noch nicht zu grämen, sollte sich aber dringend mit ihr beschäftigen. Jedenfalls, wenn man auf Bands wie Schandmaul, Nachtgeschrei oder Schelmish steht - Mittelalter-Rock eben. Noch stehen die Jungs am Anfang aber da ist reichlich Potential vorhanden. Und immerhin stehen sie schon bald im Studio um ihr Debüt-Album aufzunehmen.

Der Laden in dem das ganze stattfand könnte man als kuschelig bezeichnen, ist er doch kaum größer als der begehbare Kleiderschrank der heutigen Frau von Welt. Die Akustik darin als grenzwertig zu beschreiben, wäre vermutlich optimistisch (am Ende des kleinen Raumes war der Sänger fast nicht mehr zu verstehen) aber direkt vor der Bühne war es in Ordnung und wo will man bei einem Rock-Konzert auch sonst stehen?
Letztlich ist es ja auch die Performance der Band, die über einen lohnenden oder weniger lohnenswerten Abend entscheidet. Hier gab es nichts zu meckern.

Die Setlist kann man wohl als Experiment bezeichnen. Es wurden hauptsächlich Tracks vom kommenden Debüt-Album performed, um zu testen wie es ankommt. Da waren ein paar Lieder dabei, die ich noch nicht kannte und was soll ich sagen: Kann was!
Die Highlights des Abends waren (für mich) eine leicht veränderte Form von Hetzjagd, in der es "Ho Ho Ho" statt "Hey Hey Hey" hieß, und ein kurzes Wunschkonzert, als die Band auf mein scherzhaftes Zurufen "Fangt doch einfach zu Covern an" (gegen Ende der Setlist) mal eben "Schrei nach Liebe" performte.

Ansonsten: Nichts zu meckern, der Auftritt hat gerocked und ich wünsche den Jungs Glück, dass sich nach den Studio-Aufnahmen nächstes Jahr ein Label findet.

Ich empfehle mal im Youtube-Kanal der Band vorbei zu schauen.

22.12.11

Und dann stand da die alte Frau mit der Schrotflinte

Auf der Suche nach Lesestoff für meinen Kindle, sah ich mich erst mal bei den 99ct Büchern im Kindle-Shop um. Dort fand ich eine Horror-Story, die eigentlich eine Abhandlung über Allegorien hätte werden sollen. Und dann stand da auf einmal die alte Frau mit der Schrotflinte...
Mehr....

21.12.11

"Mit eBooks lässt sich kein Geld verdienen"

Bei Spreeblick wurde vor kurzem ein Experiment gestartet. Und zwar haben die Macher von Spreeblick, Johnny Häusler und sein Team, 15 Geschichten des Spreeblick-Blog genommen und zu einem eBook verpackt, das sie bei Amazon über das Kindle Direct Publishing (und später auch über iTunes) zum Verkauf anbieten. Das ganze hat auch einen gewissen experimentellen Charakter, denn Johnny möchte mit dem ganzen herausfinden, ob die Aussagen der klassischen Verlage richtig sind und ob "auf den Wecker gehen" über die verschiedenen Social Media zum Gesamtumsatz beiträgt oder eher nicht.

Mehr....

20.12.11

Amazon Kindle: Revolution - oder nicht?

Amazon plant nicht viel weniger als eine Revolution, könnte man meinen. Eine Revolution an deren Ende womöglich kein Baum mehr gefällt werden muss, um mein Lesebedürfnis zu befriedigen. Immerhin ist der Amazon Kindle in diesem Jahr schon in der vierten Generation erschienen. Doch bislang verschließt sich eine Gruppe von Menschen noch dem Fortschritt, weil sie die haptischen Reize eines Buches und die Optik eines vollen Bücherregals einfach zu sehr mögen.
Ich gehöre dazu und trotzdem muss ich zugeben, dass mich der Kindle überrascht hat.

Mehr....

19.12.11

Rache ist süss

Kinder können grausam sein.
In meiner Schulzeit kannte ich die Bedeutung dieser Worte ganz genau. Denn auch, wenn sich das Klima an den Schulen heutzutage noch verschlechtert haben soll, so gab es auch zu meiner Schulzeit schon einzelne Personen, denen die zweifelhafte Ehre zu Teil wurde, das Mobbing-Opfer seiner Mitschüler zu werden. Ich hatte die Dynamik, die bei sowas entsteht, schon früh bei anderen Mitschülern gesehen, war selbst sicherlich auch kein Unschuldslamm, aber irgendwann geriet ich selbst in diese Rolle.

Mehr....

16.12.11

Google Doodle doodle do

Noch mal Pac Man spielen? Oder nachgucken wie Google in ihren Doodls, über die Jahre, den Tag der Deutschen Einheit feierte?
Das alles kann man jetzt, denn Google hat die Doodle-Seite überarbeitet :) Da sind dann schon die ein oder anderen Schätze dabei. 

Die Leute können lesen!

Fünfzehn Prozent auf alles! Für die meisten Menschen war das wie das Paradies, zumal so kurz vor der Weihnachtszeit.
Aber uns kam es vor, als gäbe es ein großes Geheimnis und niemand hätte uns Bescheid gesagt.

Es war vor wenigen Tagen, als wir bei HIT einkaufen wollten. Zunächst mal hatten wir keinen Parkplatz gefunden. Nach ein paar Runden über den Parkplatz
wurde dann doch einer frei. Wir steuerten darauf zu, merkten aber schnell, icht die einzigen zu sein, die den gesehen hatten.
Dann gaben wir entnervt unsere Korrektheit auf und belegten den Mutter-/Kind-Parkplatz daneben, der die ganze Zeit frei geblieben war.
Etwas verdutzt waren wir dann schon, als aus dem Auto, das uns gerade den Parkplatz weggeschnappt hatte, eine kleine Familie - Mutter, Vater, Kind - ausstieg.

Im Laden war es brechend voll. Doch wir dachten uns nichts dabei, denn in den letzten Wochen war es einfach unmöglich eine geeignete Zeit zu finden, zu der man einkaufen kann.
Wir brauchten nicht viel und so huschten wir durch den Laden, griffen in der Tiefkühlabteilung beherzt nach zwei Flammkuchen, sahen noch kurz bei den Büroartikeln vorbei und begaben
uns dann zur Kasse.

Dort erwartete uns eine Überraschung: Alle Kassen waren offen.

Einen kurzen Moment fragte ich mich, ob heute der Tag gekommen wäre, an dem Weihnachten, Ostern und Neujahr zusammen gefallen waren. Denn bislang war ich der Auffassung auferlegen, der Tag, an dem bei HIT mal mehr als drei Kassen offen sind, müsste eben dieser sein.
Allerdings waren an jeder einzelnen Kasse Schlangen, die ein wenig an Aldi erinnerten, wenn es dort wieder mal das Mega-PC-Schnäppchen gab.
Sprich: Man stapelte sich fast.
Normalerweise würde der erfahrene HIT-Kunde bei langen Schlangen Ausschau nach den anderen Kassen halten, um anhand der Kassiererin und Länge der Schlange zu ermitteln, wo die strategisch sinnvollste Stelle wäre, um sich anzustellen. In diesem Fall erübrigte sich das aber. Die Leute standen alle mindestens bis zum Waschmittel-Regal, was bedeutet: Hier nicht anstellen.
Also einfach die erst beste Schlange nehmen und wundern.

Schließlich wird es Zeit unsere Verwirrung aufzulösen, also halb genervt, halb jovial und relativ laut die Frage in den Raum gestelllt: "Was ist hier los? Gibts hier was umsonst oder wie?"
Vor uns steht ein Paar mittleren Alters, er Blaumann, sie irgendwas Anderes. Er dreht sich zu uns rum und sagt:
"Die Leute können lesen! Hier gibts heute 15% auf alles außer den Rewe- und Ja-Artikeln. Und nur ab 19 Uhr, aber wir haben ja jetzt auch schon 19:30 Uhr."
In dem Moment tausche ich ein Fragezeichen gegen ein Anderes. Denn nun frage ich mich nicht mehr, was hier los ist, sondern wo das angekündigt wurde.
Und ich überlege, ob wir nicht noch schnell ein paar Artikel erwerben sollten, die wir sowieso die nächsten Tage gekauft hätten und an denen wir jetzt ein wenig sparen könnten.
Machen wir natürlich auch, aber jetzt noch mal durch den Laden laufen und Großeinkauf? Nee, keine Lust. Also nur im Kleinen sparen.

Während wir dann noch so an der Kasse stehen, abwechselnd mal ich und und mal meine Freundin verschwinden um noch einen Sechser Wasser und ein paar Büroartikel zu holen, die wir eigentlich erst in den nächsten Tagen holen wollten, sagt der Blaumann vor mir immer wieder: "Die Leute können Lesen!"
Ich fange an mir zu überlegen, ob ich mir verschaukelt vorkommen soll oder doch lieber Mitleid mit dem Mann haben soll, der aufgrund der Rabattaktion offensichtlich seinen Verstand verloren zu haben scheint. Aber eigentlich frage ich mich viel mehr, ob das mit dem Rabatt eigentlich auch auf Zigaretten gilt.
"Nee, dürfen wir nicht, ist ja ein Einheitspreis, sonst wär das bei uns ja günstiger", klärt mich die Kassiererin auf, als wir an der Reihe sind.

Auf dem Weg zum Auto betrachte ich dann den Kassenzettel und stelle zufrieden fest, dass wir knapp 5 Euro gespart haben. Dann sehen wir ein Schild, dass auf die Aktion hinweist. Warum war uns das die Tage zuvor entgangen? Stand das gestern schon da?
Darauf steht, dass der Laden an diesem Tag ausnahmsweise bis 22 Uhr offen hätte. Wir spielen mit dem Gedanken, doch noch mal Großeinkauf zu machen.
Aber dann wird uns klar, dass wir großteils die Artikel kaufen, die ohnehin nicht rabattiert sind, und so fahren wir einfach nach Hause.


12.12.11

Guttenberg - Wie dreist kann man sein?

Es ist noch gar nicht so lange her, da registrierte ich mit einer Mischung aus Verwunderung und Entsetzen, wie in unserer Geselllschaft mit einem (m.M.n.) Betrüger sozialisiert wird und freute mich gleichzeitig, dass Herr von und zu Guttenberg sich letztlich doch zu dem, aus meiner Sicht absolut richtigen, Schritt entschieden hatte von seinem politischen Amt zurück zu treten. Auch wenn es damals schon Zweifel daran gab, dass Herr zu Guttenberg das aus den Gründen tat, wegen derer ich es als richtig ansah.
Gleichzeitig prognostizierte ich aber auch, dass man ihn vermutlich nicht zum letzten Mal auf politischer Bühne gesehen hatte.
Insofern hätte ich eigentlich nicht überrascht gewesen sein dürfen, als sich sein Konterfei die letzten Tage wieder in die Medien drängte.

Mehr....

11.12.11

Das Kind im Manne

lego1.jpg
Als Kind dürften sich die Wenigsten Gedanken übers Erwachsen werden machen. Man lebt einfach unbeschwert und macht sein Ding. Mit all den kleinen Schrammen, jeder kleinen Wunde, die sie alle kommen und wieder gehen. Manche Dinge prägen sich ein, doch das Meiste gerät irgendwann in Vergessenheit. Selbst wenn Vieles, was in diesen Jahren passiert, uns sicher für den Rest des Lebens beeinflussen wird.

Irgendwann kommt der Punkt im Leben eines Kindes, da merkt es, dass man trotz allem eingeschränkt ist. Die Eltern geben vor, wann man zu Hause zu sein hat, wann man spielen darf und wann man mithelfen muss, wann man ins Bett zu gehen hat. Man merkt, dass ein großer Teil der eigenen Geschicke in den Händen von jemand Anderem liegt. Den Eltern, den Lehrern. Sogar die Gesellschaft stellt Ansprüche an Einen, denen man gerecht werden muss. Auch wenn man das so direkt zu diesem Zeitpunkt vermutlich noch nicht merkt.
Das ist der erste Zeitpunkt im Leben eines kleinen Menschens, wo man sich nach dem Erwachsen werden sehnt.
Es ist kindliche Naivität, die einen glauben lässt, dass das Erwachsen werden die magische Grenze zur großen Freiheit darstellt. 
Doch was man dabei unter Umständen verliert, sieht man zu dem Zeitpunkt noch nicht. Mit großer Freiheit kommt nämlich auch große Verantwortung. Für sich selbst, für seine Kollegen, irgendwann für seine Frau und Kinder, seine Familie. Schnell merken wir, dass die Zeit eines jeden Menschen sehr begrenzt ist, denn, so singen es die Monsters of Liedermaching ganz treffend in einem Lied: Schon der Schlaf in einer Nacht, raubt einem schon den halben Tag.

Für mich selbst habe ich das vor langer Zeit erkannt und mich schon öfter damit beschäftigt. Die Unbeschwertheit ist nicht mehr da, die Sorge um alles Mögliche ist etwas, an das man sich irgendwie gewöhnt aber auch irgendwie nie so richtig. Immer, wenn ich darüber nachdenke, graut es mir vor der Vorstellung selbst einmal Vater zu sein. Nicht, weil ich Kinder schrecklich fände, sondern weil mir bewusst wird, dass ich noch mehr Sorgen empfinden werde. Dass es Nächte geben wird, in denen ich nicht schlafen kann, weil eines meiner Kinder fiebern wird oder seine ersten Zähne bekommt oder wir sonst irgendwas zusammen ausstehen.

Und es wird diese Tage geben, da werde ich meine Kinder beneiden. Nämlich dann, wenn ich weiß, dass ich auf der Arbeit sitze, mal wieder besonders nervende Aufgaben zu erledigen habe, während mein Kind zu Hause oder in der Kita das Vergnügen hat mit Duplo, Lego, Puppen oder Autos zu spielen. Denn dann wird mir noch bewusster klar werden, dass ich zwar nicht Peter Pan bin, aber dennoch ein Teil von mir nie erwachsen geworden ist.
lego2.jpg
Gleichwohl werde ich um diesen Teil in mir, sofern ich ihn erhalten kann, aber auch sehr froh sein. Nämlich dann, wenn ich in meiner Freizeit die Freude meines Kindes beim Aufbau von irgendwas mit Lego oder Ähnlichem teilen kann.

An manchen Tagen muss ich dem Kind in mir dann auch schon jetzt einfach mal nachgeben. Und zum Glück wissen die Leute in meiner näheren, vertrauteren Umgebung, dass ich das ab und zu brauche. So bekam ich die Tage zu Nikolaus ein kleines Lego Technik Set und musste es erst mal zusammen bauen. Natürlich merkt man, dass das keine richtige Herausforderung mehr darstellt, wie als Kind, doch Spaß hat es trotzdem gemacht :-)
Mehr....